Kleine Hirnsturm-Einladung für meine neurodivergenten Genoss*innen:
Im nächsten Podcast will ich über diese typisch neurodivergenten alltäglichen Anstrengungen und Erschöpfungen, und wie sich das anfühlt und auswirkt, sprechen. Was es mit uns macht. Was es auslöst.
Was darf ich da nicht zu erwähnen vergessen?
Gern 3-5 Sätze (die ich zitieren darf) oder kleine Audios (max. 2-3 Minuten) sind herzlich willkommen.
(DM oder Mail guck unter @imspektrum )
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I. L. Villiam
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Was genau daran war anstrengend u/o erschöpfend für dich?
Das Gefühl an sich des Fremdseins? Der Druck, den die Fragen/die Unsicherheit erzeugen?
Das Sein unter Unbekannten?
I. L. Villiam
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Ich finde es so frustrierend und hab Mühe, daran nicht zu verzweifeln.
@sofasophia
Herr TurTur
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Kate Hildenbrand (DE)
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DasNest
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Da hast du Recht und ich nehme gerne alternative Vorschläge entgegen.
@sofasophia
DasNest
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Sofasophia
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in reply to DasNest • • •@DasNest Das ist aber jeweils ein ganzer Satz.
Mal abgesehen davon, dass ich das runterdummen auf meine eigene Sprache bezogen habe, nicht auf mein Gegenüber.
Ich sehe deinen Punkt. Ich beleidige Menschen nicht wegen weniger Intelligenz. Aber eine gute kurze Formulierung für den Prozess der Übersetzung in leichtere Sprache hab ich noch nicht gefunden.
Random Weirdo
in reply to Kate Hildenbrand (DE) • • •@DasNest @rootsandcalluses
Code switchen? Vokabular anpassen?
DasNest
in reply to Random Weirdo • • •Erdrandbewohner
in reply to Kate Hildenbrand (DE) • • •@rootsandcalluses "Runterdummen". Was ein tolles Wort! ❤ Genau das mache ich seit meiner Kindheit. Um verstanden zu werden, bzw. komplexe Gedanken oder Sachverhalte anderen Menschen zugänglich zu machen.
Anstrengend, ja. Und vor allem ist sowas, zumindest bei mir, mit einem sehr einsamen Gefühl verbunden, weil die allermeisten Menschen mich nicht verstehen wollen oder können, wenn ich mich nicht runterdumme.
@DasNest @sofasophia
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Kate Hildenbrand (DE)
in reply to Erdrandbewohner • • •@Erdrandbewohner
Unendlich anstrengend und ja, auch in gewisser Weise einsam. Ich wurde von anderen als dumm oder komisch gesehen, weil ich teilweise nicht schaffte meine komplexen Gedankengänge genug an deren Sprache anzupassen. Und wer mich nicht verstehen kann, mit dem kann ich auch nicht kommunizieren.
@DasNest @sofasophia
Sofasophia
in reply to Kate Hildenbrand (DE) • • •Es ist letztlich eine Vermeidungsstrategie. Ich denke immer sowohl aus Sicht der anderen als auch aus meiner, damit wir uns nicht an mir stoßen.
Erdrandbewohner
in reply to Sofasophia • • •Genau. Wir denken andere während der eh schon oft schwierigen Kommunikation (vor allem mit NTs) immer mit. Wir legen also mehr als doppelt so viel Energie darein, um verstanden zu werden oder einfach nur, um etwas mitzuteilen...
Aber es hat auch etwas Gutes: Wir können einfache Sprache, weil wir sie von Kind an geübt haben. Und somit können wir sehr gut auf jene eingehen, die wirklich eine einfache Sprache benötigen.
@rootsandcalluses
Sofasophia
in reply to Erdrandbewohner • • •Erdrandbewohner
in reply to Sofasophia • • •Sofasophia
in reply to Erdrandbewohner • • •DasNest
in reply to Kate Hildenbrand (DE) • • •Erdrandbewohner
in reply to DasNest • • •@DasNest Es gibt das doppelte Empathieproblem. Ja. Siehe de.wikipedia.org/wiki/Doppelte…
Aber letztlich ist es nie die Majorität, die sich mit viel Energieaufwand bemüht, sondern es ist die Minorität, also wir neurodivergenten Menschen.
@rootsandcalluses @sofasophia
Doppeltes Empathie-Problem – Wikipedia
Autoren der Wikimedia-Projekte (Wikimedia Foundation, Inc.)DasNest
in reply to Erdrandbewohner • • •Erdrandbewohner
in reply to DasNest • • •@DasNest Sicher. Ich denke aber, die Kommunikationsprobleme zwischen neurotypischen Menschen und neurodivergenten Menschen hat andere Dimensionen als das Unverständnis zwischen neurotypischer Menschen verschiedener Kulturen.
@rootsandcalluses @sofasophia
DasNest
in reply to Erdrandbewohner • • •V'ger
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in reply to V'ger • • •Kate Hildenbrand (DE)
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in reply to Kate Hildenbrand (DE) • • •Sofasophia
in reply to DasNest • • •@DasNest @rootsandcalluses @vger @Erdrandbewohner
Ich danke euch für eure Gedanken und setze hier einen Schlusspunkt.
Lucas
in reply to Sofasophia • • •Mit das häufigste Problem im Alltag für mich sind schwammig formulierte Fragen/Aufgaben/Anforderungen, zumindest wenn keine Möglichkeit zur Rückfrage besteht.
Gemeine Falle: Wenn doch eine Möglichkeit zur Rückfrage besteht, fühlen sich speziell Männer dadurch gerne mal in ihrem Ego gekränkt. Und dann natürlich das Minenfeld impliziter sozialer Erwartungen, v.a. hinsichtlich Hierarchien.
Lucas
in reply to Lucas • • •Sofasophia
in reply to Lucas • • •Lucas
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in reply to Lucas • • •Pit mit "Klatsch"
in reply to Sofasophia • • •Mein Klassiker ist Bäckerei.
Bedienung: "Was darfs denn sein?"
Ich: *gehe* - 50:50
Je unbekannter der Laden desto wahrscheinlicher.
Ab 05/2025:
Ich: "Alles so schön bunt hier - bin nur zum gucken da - aber meistens nehme ich dann doch was"
Ich beschreibe also genau was mit mir passiert wenn ich in so nen Laden komme und Druck entsteht, und schon "gehört" der Laden mir.
max. 3 Monate mit "Sorry bin Autist..." begonnen. Jetzt in max. 1/4 d. Fälle als Nachsatz.
@imspektrum
1/
Pit mit "Klatsch"
in reply to Pit mit "Klatsch" • • •2/
Ich habe echt einfach keinen Bock mehr auf den Scheiß!
Nicht mit dem Krebs, nicht mit der Lungen und auch nicht mit dem Ober-Mist dass ich im "da Draußen" der gearschte sein soll.
ANCs + Ball + bisschen Medis - und "fickt euch"...
...es funktioniert... beim Krebs, der Lunge und dem #AuDHS...🤷♂️
@imspektrum
Random Weirdo
in reply to Sofasophia • • •Treffen mit Freund*innen im Café oÄ weil die Umgebung extrem reizintensiv ist (Kaffeemühle/-maschine, Gespräche, Lichter, Gerüche etc). Unser Gespräch vom Hintergrund zu trennen, kostet viel Energie. Die Gespräche von anderen bewusst "ignorieren" (nicht darüber nachdenken). Zusätzliche Energie geht drauf für unangenehme Lichter, intensive Parfüms usw.
Was mich sehr stresst, fast jeden Tag: wenn meine Morgenroutine gestört wird oder Dinge am "falschen" Ort sind.
1/2
Random Weirdo
in reply to Random Weirdo • • •Ich habe einen sehr strikten Ablauf und seit Jahren das gleiche Frühstück und wenn ich das ändern muss, tut es fast physisch weh.
Ich habe "Regeln" für Tätigkeiten (ich habe mir überlegt, *warum* ich das genau so mache) und wenn jemand das durcheinander bringt (Dinge falsch eingeräumt, weg getan zB), ärgert es mich und kostet Kraft, weil ich umdisponieren muss.
2/2
Sofasophia
in reply to Random Weirdo • • •Über diese Ankerhandlungen denke ich auch viel nach, denn wie du, haben die Abläufe für mich genauen Sinn, ich habe mir dazu etwas überlegt. Es sind ja keine Zwangshandlungen, im Gegenteil, sie entspannen mich.
Geht mir da genau wie dir: Umdisponieren ist sehr anstrengend.
Random Weirdo
in reply to Sofasophia • • •Richtig. Von außen mag es zwanghaft erscheinen. Das ist es aber nicht. Ich bekomme keine Panik, wenn es anders läuft oder befürchte schlimme Dinge. Auch im Urlaub zB kann ich ganz andere Abläufe sogar gut finden (geplante Planänderung).
Aber im Alltag sparen mir diese Routinen enorm viel Kraft. Ich weiß, dass es so funktioniert und dass es so gut funktioniert. Ich weiß, dass ich auf die Weise nichts vergesse und ich weiß, dass die Zeit passt und ich nicht zu spät sein werde.
Sofasophia
in reply to Random Weirdo • • •pixelgraphix
in reply to Sofasophia • • •Sofasophia
in reply to pixelgraphix • • •Danke für deinen Beitrag. Ich zitiere dich gern im Podcast, wenn ich darf.
pixelgraphix
in reply to Sofasophia • • •Sofasophia
in reply to pixelgraphix • • •Ulrike
in reply to Sofasophia • • •Sofasophia
in reply to Ulrike • • •Darf ich dich zitieren? Nur schon diesen Satz mag ich sehr.
V'ger
in reply to Sofasophia • • •Ich bin von so vielen Dingen überfordert, dass es mich überfordert, darüber nachzudenken, was mich am meisten überfordert, um es hier aufzuschreiben.
Davon abgesehen überfordert es mich immer wenn ich spontan irgendwelche potentiell interessante Dinge über mich erzählen soll. Das ist besonders bei diesen Kennenlernrunden mit fremden Menschen der Fall, wo z.B. alle etwas ungewöhnliches über sich erzählen sollen.
Sofasophia
in reply to V'ger • • •Ulrike E.
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Ulrike
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Sofasophia
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Random Weirdo
Unknown parent • • •Oha! Vielen lieben Dank! Das mit dem Transkript finde ich toll 😊
Und danke auch für den Link. Das lese ich mir auf jeden Fall durch!
Random Weirdo
in reply to Random Weirdo • • •Sofasophia
in reply to Random Weirdo • • •Das dachte ich mir. Gern. Das Buch lese ich seit einem Jahr immer in Häppchen. Sie hat schon sehr viel zu sagen.
Ulrike
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Der Emil
in reply to Ulrike • • •+1
@sofasophia@fairmove.net @imspektrum@podcasts.homes
pixelgraphix
in reply to Ulrike • • •Sofasophia
in reply to Ulrike • • •Genau das! Zitiere ich gern als tolles, anschauliches Schlusswort.
pitch R.
in reply to Sofasophia • • •Ich habe immer Probleme typischen Menschen meinen Energiehaushalt zu erklären.
Klar, kann ich 60 Stunden in 3 Tagen. Klar, ich kann zwei Tage später dasselbe machen. Aber irgendwann falle ich mit infarktartigen Kopfschmerzen um und zittere 48+ Stunden den Stress raus. Dann schlaf ich noch 12+ Stunden.
Es ist ein längerfristiges geistiges Budget, dass in der Lage ist den Körper zu überstimmen, aber das geht nicht unendlich, sondern braucht immer verhältnismäßig viel Ruhe dazwischen.
Sofasophia
in reply to pitch R. • • •