Warum heißt es eigentlich immer „minderjährige Frauen“ und nicht einfach Teenager, Jugendliche, Mädchen oder… Kinder? Die Formulierung „minderjähriger Mann“ hab ich irgendwie fast noch nie so gehört. 🤨
in reply to Friedensbote

@friedensbote Ich weiß nicht, wen du mit "bestimmte Leute" meinst. Aber die Dokumente lassen zB Rückschlüsse auf Namen, Alter und aktuellen Wohnort der Opfer zu während Täterinhalte großzügig geschwärzt sind. Das ist tatsächlich kein Fall, bei dem man sich mit nur oberflächlichem Wissen in Diskussionen begeben sollte.
@kattascha

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in reply to Frau Nora 🦋

@fraunora @friedensbote
Meine 5 Gedanken dazu:
1. Den Ausganspost kann ich voll unterstreichen!
2. Ich hab da auch IMMER im Hinterkopf, Trump hat die Files freigegeben, das wichtigste erfahren wir wohl nicht (das Wichtigste aka Trump als Täter)
3. Ok, wir erfahren jetzt, über wen er noch seine schützende Hand hält und über wen nicht.
4. Noch immer sind die Opfer der Spielball. Von Gerechtigkeit ist nichts (noch nichts, die Hoffnung stirbt zuletzt) zu spüren
in reply to Geregelt

@geregelt Frauen sind keine Mädchen (und wenn sie sich trotzdem selbst so bezeichnen ist das ok, aber gibt Außenstehenden trotzdem nicht das Recht) und Mädchen aka 'minderjährige Frauen' sind keine Frauen.

Frauen als Mädchen zu betiteln macht sie klein, leichter händelbar, nimmt ihnen das Recht zur Selbstbestimmung etc

Mädchen als minderjährige Frauen zu bezeichnen ist nichts anderes als sie für fickbar zu erklären. Weil Mädchen darf Mann ja nicht, Frauen aber schon....

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in reply to Katharina Nocun

Vermutlich war es ursprünglich als Oxymoron gedacht, ist aber doch bloß ein Contradictio in adiecto, ein Widerspruch in sich. 🤔

"Minderjährige Männer" wird allerdings ebenfalls gebraucht, z. B. vom BAMF und von der taz - aber im Vergleich dazu tatsächlich erheblich seltener.

Es könnte zudem schlicht auf "Minderjährige" verkürzt werden, was denn auch dem englischen "minors" entspräche ...

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in reply to Katharina Nocun

In der Formulierung "minderjährige Frauen" steckt bereits die Täterperspektive. Weil Frauen "alt genug" für Sex sind. Damit werden die Taten gerechtfertigt. Dasselbe gilt für "Kindfrauen" oder "Lolitas". In diesen Fällen ist eine Minderjährige die "Verführerin" des "machtlosen" erwachsenen Mannes.

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in reply to Carolin (Kamera-)Kram

@carolin Danke für das Bemühen. In den ersten 10 Links geht es um Teenager-Schwangerschaften.
Analog geht es beim Begriff "minderjährige Männer" oft um Kinderehen.
Beides sind keine willkürlichen Zuschreibungen von Geschlecht, sondern relevant für den Sachverhalt, um den es in den Texten geht. Alternativ könnte man von minderjährigen weiblichen Jugendlichen sprechen oder von minderjährigen männlichen Jugendlichen. Ob das besser wäre?
in reply to Matthias Krämer

@Kraemer_HB Und wenn eine Dreizehnjährige schwanger ist, dann ist sie automatisch eine Frau? Eher nicht.

Natürlich wäre „Jugendliche“ (oder auch nur „Minderjährige“, je nach Alter) eine bessere Formulierung.
Denn die Formulierung „minderjährige Frauen“ wird nun mal genutzt, um es zu verklausulieren, wenn Männer sich an Kindern vergehen.

in reply to Matthias Krämer

@Kraemer_HB Nein, ich meine, was ich geschrieben habe.

(Übrigens zeigt Google bei dieser Suche anscheinend für jede*n die Treffer an, die es für die suchende Person am relevantesten halt. Während bei mir als Feminist*in also z. B. eine Webseite über Mädchenhandel und ein Bericht der Tagesschau über sexualisierte Gewalt dabei sind, sind es für Dich wohl Webseiten, in denen es um einvernehmlichen Sex von Minderjährigen mit Minderjährigen geht.)

in reply to Katharina Nocun

in reply to Katharina Nocun

Eine Art von Relativierung um das Weltbild zu schützen?

Die Reichen und Überreichen sind ja nach der gängigen Erzählung die Guten. Wenn die Guten jetzt aber gar nicht die Guten wären, sondern ganz im Gegenteil abgrundtief verachtenswertes tun, würde ja die Grundgewissheit ins Wanken geraten. Also muss man das sprachlich irgendwie so weit relativieren, dass der Widerspruch aushaltbar bleibt.

Die Sprachregelungen bei Tötungen durch Autofahrende (aka Verkehrsunfall) funktionieren ähnlich.

in reply to Katharina Nocun

CN sexualisierte Gewalt/ Belästigung

Sensitive content

in reply to Katharina Nocun

Sexualisierte Belästigung, verbale Misshandlung und Verharmlosung

Aus dem selben Grund wieso unangemessene und consentlose Berührungen am Hintern als "Missverständniss" verharmlost wird, und verbale Gewalt durch Brüllen und wüten als "der Armer Mann hatte Angst um sein Ruf und ist Emotional geworden" abgetan wird.

Das ist mir letztes Jahr so passiert.

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