in reply to Thelias

@thelias es ist wahrscheinlich eine Mischung aus den Wünschen für, einfache Lösungen für überkomplexe Themen und Sicherheit durch wenig Veränderung.

Konservative Menschen sind nicht für neue Technologien offen. Kein E-Auto, keine Wärmepumpe. Und mit diesen Themen fängt man Wähler.

Die Abkehr von neuen Technologien schadet am Ende aber genau denen, die dafür gestimmt haben. So wie Vermieter nun weiter Gasheizungen einbauen und die Mieter dafür zahlen müssen.

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@thelias und genau so verhält es sich mit Migration. Wir brauchen Migration in Deutschland, aber viele haben Angst und fühlen sich verunsichert. Leider mündet diese Verunsicherung in rechtskonservativen Wahlergebnissen. Ich bezweifle, dass nur ein kleiner Bruchteil der Wähler jemals negative Erfahrungen mit Migranten gemacht hat.

Und genau so wenig davon haben jemals ein E-Auto gefahren und trotzdem würden sie lieber sterben als über ihren Schatten zu springen.

in reply to Marc ❄️🦀

in reply to Thelias

@thelias deine Erfahrungen und die deiner Mutter sind definitiv problematisch.

Da stimme ich dir insofern zu, dass die Integration komplett gescheitert ist. Und integration ist von beiden Seiten gesehen keine Einbahnstraße. Leider wurden Migranten nicht gerade herzlich willkommen geheißen und ein würdevolles Leben mit Perspektiven wurde extrem erschwert. Das rechtfertigt natürlich kein Verhalten wie du es beschrieben hast.

in reply to Marc ❄️🦀

in reply to Thelias

@thelias das sind zwei Welten. Ich weiß, dass die Hürden in Thailand sehr hoch sind und natürlich musst du für alles bezahlen. Du bist auch ein privilegierter alter weißer Mann. Sorry, aber das ist schon ein Unterschied.

Für Deutschland wurden die Migranten damals geworben um die Drecksarbeit zu machen. Und genau so wurden sie großteils auch behandelt.

Alle Migranten in eine Klasse zu stecken ist nicht die Schuld der Migranten, sondern Systemversagen.

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@thelias Und trotzdem kannst du nicht absprechen, dass weiße Menschen privilegiert sind gegenüber anders gelesen Menschen. Ich bin auch ein privilegierter weißer Mann und gerade deswegen darf und sollte ich gegenüber strukturellem Rassismus nicht die Augen verschließen. Und das hat erst mal nichts mit sozioökonomischen Gegebenheiten und Faktoren zu tun.
in reply to Marc ❄️🦀

In Thailand bin ich nicht priviligiert. Im Gegenteil.
Ich genieße sämtliche Nachteile.
Ich muss fast überall mehr zahlen, ich muss mich alle 90 Tage melden, ich muss mein Visum ständig erneuern, ich muss mich privat krankenversichern etc....
Darüber hinaus lese ich viel, aber ich werde nicht gelesen.
Aber ich bin asiatischer Herkunft und sicher kein weißer Mann....
in reply to Thelias

@thelias dass man als deutscher, mit entsprechend mehr verfügbarem Kapital als einheimische, mehr zahlt ist erst mal nicht schlimm. Und Termine bei der Ausländerbehörde müssen Migranten auch ihre Termine wahrnehmen und sich um ihr Visum kümmern, sonst verlieren sie ihren Status. Und illegale Aufenthalte gibt es sowohl in Thailand, wie auch in Deutschland.

Das wusste ich nicht, ich bitte vielmals um Verzeihung. Hattest du keine rassistische Erfahrungen?

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in reply to Thelias

@thelias Straftäter gehören bestraft, ohne wenn und aber. Und trotzdem sehe ich die Schuld oft bei den Behörden. Warum wurde er kriminell? Weil er so viele Möglichkeiten hatte zu arbeiten und sich dann für den kriminellen Arbeitsweg entschieden hat oder weil er eben keine Arbeitserlaubnis hatte und auch keine Aussicht hat jemals arbeiten zu dürfen? Wird er nicht verurteilt, weil er Migrant ist, oder weil das System fehlerhaft ist?
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Dankbarkeit ist keine Kategorie.
Parallelgesellschaften sind aber eine.
Ebenso statistische Zahlen, welche Gruppe ist überdurchschnittlich in der JVA einsitzend?
Welche Gruppe erhält überdurchschnittlich viele Transferleistungen?

Zum Beispiel:
Der Anteil der Ausländer an der Hamburger Gesamtbevölkerung beträgt 21%.
Der Anteil der in den Hamburger JVA´s einsitzenden Ausländer beträgt 58%.

Das ist eine belastbare Zahl.

in reply to Thelias

@thelias @marc 21,1 % der Hamburger Bevölkerung hatten Ende 2024 eine ausländische Staatsangehörigkeit. In den Hamburger Justizvollzugsanstalten lag ihr Anteil am 30. Juni 2025 bei 58,44 %. Auch beim Bürgergeld waren Ausländer 2024 in Hamburg leicht häufiger vertreten als Deutsche: 93.817 zu 92.738 Personen. Diese Zahlen sind real. Aber sie belegen für sich allein keine „Parallelgesellschaft“. Sie zeigen erst mal soziale Probleme und ungleiche Lebenslagen.
in reply to SchreibeEinfach

Das stimmt, Parallelgesellschaften zeigen sich in anderen Dingen, in arabischen und afrikanischen Communities, die nicht mit der Mehrheitsgesellschaft vermischt sind, in segregierten Wohngegenden etc.

Ja, man kann eine überdurchschnittliche Kriminalität einer Bevölkerungsgruppe auch "soziale Probleme" nennen - aber wir haben uns keinen Gefallen getan das wegzuerklären und wir tun es auch nicht, wenn wir es weiter tun.
Die Linken müssen sich dem Thema stellen und Konzepte entwickeln oder wir müssen Platz machen und am Rande stehen, wenn die Gruselparade ihre Siegesfeier abhält....

in reply to Marc ❄️🦀

Ich sage gerade, dass wir die Fehler gemacht haben.
Wir haben kein Geländer gesetzt, sondern jeden SCheiß entschuldigt und wegerklärt, ganz sozialpädagogisch und empathisch.

Wir hätten Migrationskonzepte entwickeln und durchsetzen müssen.
Z.B. Ein Punktesystem. Punkte, die man erhält, wenn man etwas abgearbeitet hat wie Deutsch B1 oder C1.
Eine Arbeit gefunden, eine Schule abgeschlossen etc...

Wer seine Punkte nicht erreicht, verliert sein Recht, zu bleiben....

So ein System hätte man ganz individuell entwickeln können und jeder hätte genau gewusst, was er zu tun hat...

in reply to Marc ❄️🦀

in reply to Thelias

@thelias ich sage nur, dass wir grundlegend etwas daran ändern müssen und nicht für die nächsten 60 Jahre so weiter machen können. Kriminelle gehören bestraft. Und unsere Politik und Gesellschaft hat auch einen Teil Mitschuld an den Problemen. Schnelle Bearbeitung von Anträgen und bessere Perspektiven wären Pflicht. Aber auch eine konsequente und gerechte Abschiebepolitik gehört dazu.